|
Die EMD verhandelt für
ihre Mitglieder optimale Konditionen für
Großmengenbeschaffungen. Dazu legt ein Steering Committee, das
von den Mitgliedern beschickt und über EMD koordiniert wird, in
Jahresplänen fest, welche Produkte hier relevant sind. Generell
geht es dabei um Massenprodukte im Eigenmarkensegment: Unter
welcher Marke die Mitglieder die Produkte dann vermarkten,
bleibt ihnen überlassen. Dem einzelnen Mitglied bleibt es auch
freigestellt, an welchen Verhandlungen
und Beschaffungsprojekten es sich beteiligen möchte.
Alle Mitglieder, die an einer bestimmten
Beschaffung teilnehmen wollen, sind zur Mitwirkung in jener
Working Group eingeladen, die dann das Projekt konkret verfolgt:
Von der Auswahl der Hersteller über die Ausschreibung bis zur
Platzierung des Auftrags. All diese Schritte erfolgen zentral
über die EMD. Die Hersteller erzielen damit aus einem einzigen
Auftrag ein wesentlich größeres Auftragsvolumen zu geringerem
Transaktionsaufwand, als wenn die Mitglieder jedes für sich
selbst ausschreiben würden. Im Gegenzug profitieren die
Mitglieder von deutlich günstigeren Konditionen.
Einige Zahlen unterstreichen die Bedeutung
dieses Bereichs: Das Beschaffungsvolumen hat bereits die
Milliarde-Euro-Grenze überschritten. So wurden unter anderem 78
Millionen Liter Fruchtsaft und Eistee, 29.000 Tonnen Teigwaren,
30.000 Tonnen Tiefkühl-Pommes-Frittes, 6.000 Tonnen
Kartoffelchips und 5.500 Tonnen Reis beschafft. Dass diese
Volumina der EMD eine überaus starke Verhandlungsposition
ermöglichen, liegt auf der Hand.
|